Aktuelle Meldungen



18.7.2015

Landesgesetz macht Weg frei für 5.000 Pflege-WGs bis zum Jahr 2030

Christel Schneider, Expertin für Alten-WGs in Mülheim, begrüßt Planungssicherheit für Leistungsanbieter aus der Pflege - und Wohnungswirtschaft – Riesengroßer Bedarf

Als dringend notwendigen "Befreiungsschlag" bezeichnet der Fachverband „WIG – Wohnen in Gemeinschaft in NRW“ die Verabschiedung des neuen NRW-Pflegegesetzes. „Das Gesetz gibt Leistungsanbietern aus Pflege und Wohnungswirtschaft endlich Sicherheit bei Planung, Bau, Betrieb oder Begleitung von ambulant betreuten Wohngemeinschaften. Gleichzeitig schreibt es den Schutzbedarf der pflegebedürftigen Menschen verbindlich fest“, sagt Christel Schneider, Geschäftsführerin des ambulanten Pflegedienstes „die pflegepartner GmbH“ in Mülheim und Gründungsvorstand des Fachverbandes „Wohnen in Gemeinschaft“ (WIG NRW). In dem 2007 gegründeten Verein haben sich mittlerweile Betreiber von rund 100 WGs für Menschen mit besonderen Bedarfen in NRW zusammengeschlossen, um die Chancen und Möglichkeiten dieser neuen Wohnform bei Betroffenen und Angehörigen bekannter zu machen.

WG in Mülheim feiert bald „Zehnjähriges“

Das Unternehmen „die pflegepartner“ gehört zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Der private Pflegedienst begleitet zurzeit vier eigenverantwortete Wohngemeinschaften in Broich, Dümpten, Saarn und Heimaterde. Die älteste WG in Broich feiert im August 2015 ihr zehnjähriges Bestehen, eine fünfte Einrichtung wird im Laufe des Jahres 2015 in Mülheim-Stadtmitte hinzukommen. „Unser Ziel ist es, in allen neun Stadtteilen eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für Menschen mit besonderen Bedarfen anbieten zu können“, so Schneider. Das neue Landesgesetz mache endlich den Weg frei, Wohngemeinschaften als Regelversorgung in die Quartiere zu bringen, so die WG-Expertin zur Entscheidung aus Barbara Steffens-Ministerium.


Bedarf ist riesengroß

Realistisch sei nun der Bau von rund 5.000 ambulant betreuten Wohngemeinschaften mit je zehn Plätzen bis zum Jahr 2030. „Diese Schätzung deckt den tatsächlichen Bedarf. Sie basiert auf der demografischen Entwicklung, den Veränderungen im stationären Bereich und den Anforderungen der modernen Gesellschaft“, betont das WIG-Vorstandsmitglied. Aktuell gibt es nach Analysen von WIG in NRW erst etwa 400 pflegerisch betreute Wohngemeinschaften. „Der Bedarf ist riesengroß. Alle Akteure stehen in den Startlöchern und haben nur auf das Gesetz gewartet, um zu handeln“, sagt die Mülheimer Unternehmerin. Eine besonders große Nachfrage bestehe bei der Schaffung sogenannter „Demenz-WGs“.

WG-Schließungen drohen

Allerdings werde das neue Gesetz durch den verbindlich vorgeschriebenen Brandschutz auch zu Schließungen vorhandener Wohngemeinschaften führen, befürchtet Christel Schneider. Auf Betreiber von Bestands-WGs, die nun zum Beispiel eine Brandmeldeanlage nachinstallieren oder einen zweiten Rettungsweg einrichten müssten, kämen schnell Kosten von bis zu 250.000 Euro zu. Christel Schneider: „Wo dieser Brandschutz nicht zu organisieren ist, werden Wohngemeinschaften vom Markt verschwinden.“






AKTUELLES

Pflegekräfte für Demenz-WG gesucht

Wir suchen für unsere selbstverantworteten Demenz-Wohngemeinschaften ab sofort examinierte Pflegefachkräfte, mit ein- oder dreijähriger Ausbildung...

Stellenangebot für den Intensivbereich

Haben Sie Lust auf etwas Neues? Wir suchen ab sofort, für unser Team in der außerklinischen Intensivpflege, 3-jährige exam. Pflegefachkräfte. ...

Hauswirtschaftskräfte gesucht!

Wir suchen Sie! Als Hauswirtschaftskraft (m/w) sind Sie kreativ und verantwortungsbewußt, unsere Kunden in ihrer Häuslichkeit zu versorgen. In der...


JETZT BEWERBEN!
die pflegepartner - Ihr neuer Arbeitgeber

Für andere da sein und eigene berufliche Ziele verwirklichen: Wir bieten Ihnen attraktive Möglichkeiten, um beide Wünsche mit einer zukunftssicheren Tätigkeit zu verbinden…