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3.8.2015

So frei wie zu Hause - so sicher wie im Heim

Villa Nestor, die erste selbstbestimmte Alten-Wohngemeinschaft in Mülheim-Broich, feiert am 1. August ihr zehnjähriges Bestehen

Selbstbestimmt leben in einer kleinen Gemeinschaft Gleichgesinnter: Wohngemeinschaften mit Pflegeleistungen lassen diesen Wunsch alter Menschen auch dann Wirklichkeit werden, wenn demenzielle Veränderungen oder andere Beschwerden dem Verbleib in der eigenen Wohnung ein Ende setzen.

Die erste und älteste Einrichtung dieser Art in Mülheim – die Villa Nestor in Broich - feiert am 1. August 2015 ihr zehnjähriges Bestehen. Geburtshilfe leistete damals Christel Schneider, Geschäftsführerin des privaten ambulanten Pflegedienstes „die pflegepartner GmbH“. Das Unternehmen begleitet die Villa bis heute, drei weitere Wohngemeinschaften sind in den Jahren hinzugekommen.

Dem Alter Raum geben

Die Villa Nestor ist ein geräumiges Einfamilienhaus mit 240 Quadratmetern Wohnfläche und einem 1.700 qm großen Gartengelände. Sieben Nutzerinnen und Nutzer finden hier Platz, der jüngste zählt 63 Lenze, die älteste 95. Jeder Nutzer hat ein eigenes Zimmer, das nach eigenem Geschmack eingerichtet ist. Die Gemeinschaftsräume sind wohnlich, eine Terrasse lädt bei schönem Wetter zum Verweilen ein.

Essen wird frisch gekocht

So familiär wie die Villa ist auch das Pflegeteam. Die Nutzer werden 24 Stunden rund um die Uhr liebevoll betreut. Dafür sorgen drei qualifizierte Pflegekräfte. Zwei sind tagsüber im Einsatz, eine nachts. Unterstützt werden sie dreimal pro Woche durch eine Alltagsbegleiterin, die mit den Bewohnern Spaziergänge macht, Cafés besucht oder Ausflüge organisiert. Alle Lebensmittel für das leibliche Wohl werden eingekauft, täglich wird frisch gekocht. Angehörige sind jederzeit willkommen und eingeladen, sich in den Ablauf einzubringen.

Rund 2.200 Euro Kosten pro Monat

Ein Hausarzt ist für die Villa Nestor zuständig. Wer möchte, kann aber auch weiterhin von seinem Hausarzt betreut werden. Der Aufenthalt in der WG kostet pro Person und Größe des Zimmers bis zu 2.200 Euro monatlich. Darin enthalten sind die Miete, das Haushaltsgeld und die tägliche Pflege. Aufgestockt wird die Summe – je nach Pflegestufe – durch die Pflegekasse.

Wie ein eigener Haushalt mit 24-Stunden-Betreuung

„Selbstverantwortete Wohngemeinschaften sind quasi wie ein eigener Haushalt mit 24-Stunden-Betreuung“, sagt Gründerin Christel Schneider von „die pflegepartner GmbH“. Jeder Bewohner hat einen separaten Mietvertrag mit dem Eigentümer der Villa. Der Pflegedienst begleitet die Bewohner und kann jederzeit ausgetauscht werden. Christel Schneider: „Wir sind lediglich Gast in der Wohngemeinschaft. Die Bewohner und ihre Angehörigen oder Betreuer entscheiden, ob sie uns wollen oder nicht.“

Weniger Medikamente - mehr Miteinander

Mittlerweile begleiten Christel Schneider und ihr Unternehmen insgesamt vier selbstverantwortete Wohngemeinschaften in Mülheim – in Broich, in Saarn, in Heimaterde und in Dümpten. Weitere sollen bald hinzukommen. In der Praxis hat sich die Wohnform bewährt. „Mit Demenzwohngemeinschaften habe ich bisher nur exzellente Erfahrungen gemacht“, sagt Prof. Dr. Markus Jüptner, Psychiater und Demenz-Experte in Mülheim. Die Bewohner von WGs benötigten deutlich weniger Beruhigungsmittel als Menschen in stationären Einrichtungen. Prof. Jüptner: „Fast täglich werden wir aus den Heimen angerufen, weil es Probleme mit Demenzkranken gibt, die die Pflegenden nicht alleine lösen können. Die Wohngemeinschaften rufen so gut wie nie an.“ Margret Illigens von der Selbsthilfegruppe Alzheimer in Mülheim teilt diese Ansicht: „In den Wohngemeinschaften leben die Erkrankten wie früher in einer Großfamilie. Die Angehörigen sind jederzeit willkommen. Diese kleinen, familiären Einheiten sind ein letztes Zuhause, in dem sie in Ruhe, Frieden und Würde sterben können. In meiner langen Tätigkeit habe ich noch niemanden getroffen, der mit dem Leben in einer WG nicht zufrieden war. Schade, dass es noch keine Wohngemeinschaften gab, als meine Mutter und mein Mann an Demenz erkrankten.“

Zufriedene Mitarbeiter - kaum Fluktuation

Geschätzt wird die Arbeit in der Wohngemeinschaft auch von den Pflegenden. „In den Wohngemeinschaften können die Mitarbeiter wieder das tun, was sie gelernt haben: gut pflegen und nahe am Patienten sein. Deshalb kennen wir so gut wie keine Fluktuation beim Pflegepersonal. Das familiäre Miteinander und der gute Austausch mit den Angehörigen führen zu einer hohen Arbeitszufriedenheit“, sagt Christel Schneider: „Heute wissen wir: Wohngemeinschaften sind ein Win-win-win für alle Beteiligten.“






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