Wohngemeinschaften

  • Überblick
  • Gemeinsam altern
  • Selbstverantwortung
  • Wohnqualität
  • Versorgungsqualität

Überblick



Selbstverantwortete Wohngemeinschaften - so sicher und normal wie das eigene Zuhause

Selbstverantwortete Wohngemeinschaften stellen für ältere und hilfsbedürftige Menschen, die nicht mehr allein in der eigenen Wohnung leben können, eine gute Alternative zur stationären Unterbringung dar. Diese neue Wohnform ist aus dem täglichen Leben im Ruhrgebiet heute nicht mehr wegzudenken. In NRW gibt es zurzeit rund 600 Wohngemeinschaften dieser Art, bis 2030 sollen 3.000 hinzukommen.

Bereits 2005 haben wir damit begonnen, in Mülheim Wohngemeinschaften mit Betreuungsleistungen zu initiieren, um Frauen und Männern ein selbstbestimmtes Leben in einer normalen Häuslichkeit zu ermöglichen. Zur Zeit begleiten wir fünf Wohngemeinschaften mit Betreuungsleistungen in folgenden Stadtteilen:

Mülheim-Broich,
Mülheim-Saarn,
Mülheim-Heimaterde,
Mülheim-Dümpten,
Mülheim-Stadtmitte.

In unseren Wohngemeinschaften leben jeweils acht Nutzerinnen und Nutzer in einem gemeinsamen Haushalt zusammen. Sie werden von qualifiziertem Pflegepersonal rund um die Uhr begleitet. Dabei verfügt jeder Nutzer über sein eigenes Zimmer, damit er sich jederzeit in die eigene Privatsphäre zurückziehen kann. Diese Zimmer sind nach eigenem Geschmack und mit eigenen Möbeln eingerichtet. Küche, Wohnzimmer und Badezimmer der Wohngemeinschaft werden gemeinsam genutzt.

Gemeinsam alt werden



In Gemeinschaft älter werden

Das Leben in einer Wohngemeinschaft mit Betreuungsleistungen eröffnet pflegebedürftigen Frauen und Männern ein Altwerden in einer Häuslichkeit, die dem eigenen Alltag weitestgehend gleicht. Gleichzeitig entlasten ambulant betreute Wohngemeinschaften pflegende Angehörige.

Unsere Wohngemeinschaften in Mülheim sind so vielfältig wie das Leben selbst. Ob Bungalow oder Villa, Hochhaus-Maisonette oder Zimmerflucht im Erdgeschoss: Im Zentrum des alltäglichen Miteinanders steht die Selbstbestimmung der Nutzerinnen und Nutzer. Sie leben in einer Gemeinschaft, die ihre Unabhängigkeit erhält, fördert und sogar neu entwickelt.

Die Nutzerinnen und Nutzer bestimmen ihren Tagesablauf nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Dabei werden sie durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, z. B. examinierte Alten- und Krankenpfleger und Alltagsbegleiter, unterstützt. Diese greifen lediglich helfend und begleitend ein. Sie übernehmen nur Tätigkeiten, die von den Nutzern nicht mehr selbst ausgeführt werden können.

Selbstverantwortung



Selbstverantwortete Wohngemeinschaft

Der Gesetzgeber in Nordrhein-Westfalen unterscheidet zwischen selbstverantworteten und anbieterverantworteten Wohngemeinschaften. Umfassend geregelt werden alle Anforderungen im neuen Wohn-Teilhabe-Gesetz (WTG), das 2014 verabschiedet wurde. Wir initiieren und begleiten in Mülheim ausschließlich selbstverantwortete Wohngemeinschaften. Diese erfüllen folgende Voraussetzungen:

  • Eine selbstverantwortete Wohngemeinschaft setzt voraus, dass mehrere ältere bzw. pflegebedürftige Menschen entscheiden, in einer Wohnung mit gemeinsamem Haushalt zu leben. Jeder Nutzer verfügt über einen regulären Mietvertrag mit dem Vermieter.

  • Die Nutzer entscheiden, ob und welche Leistungserbringer sie für die Pflege in Anspruch nehmen. Der Pflegedienst ist lediglich Gast in der WG.

  • Die Nutzer bzw. ihre Angehörigen oder Betreuer bilden eine Auftraggebergemeinschaft. Diese Versammlung diskutiert nicht nur Themen wie Möblierung, Verpflegung und Freizeitgestaltung, sondern auch die Höhe des Haushaltsgeldes, die Regeln des Zusammenlebens und den Einzug neuer Bewohner. Damit liegen alle zentralen Entscheidungen des Zusammenlebens ausschließlich in der Hand der Bewohner.

  • Als Pflegedienst werden wir in selbstverantworteten Wohngemeinschaften nur auf Wunsch der Bewohner tätig. Sie nehmen ihren Bedürfnissen entsprechend pflegerische und betreuende Leistungen in Anspruch.

  • Für den Aufenthalt in einer unserer Wohngemeinschaften zahlen Nutzer pro Person und Monat zwischen 2.000 Euro und 2.200 Euro. Darin enthalten sind die Miete, das Haushaltsgeld und die Betreuung durch den Pflegedienst. Hinzu kommen die Leistungen der Pflegekasse je nach Pflegegrad des Nutzers. Insgesamt setzen sich die Kosten der Unterbringung aus vier Anteilen zusammen:

    a) Mietkosten,
    b) Haushaltsgeld für das Gemeinschaftskonto,
    c) Betreuungsvertrag mit dem begleitenden Pflegedienst,
    d) Leistungen gemäß Pflegegrad durch die Pflegekasse.

Wohnqualität



Wohlfühlen in der Gemeinschaft

Selbstverantwortete Wohngemeinschaften sind so individuell wie ihre Bewohner. Jedes Zimmer ist geprägt von der Persönlichkeit des Nutzers. Die Gemeinschaftsräume unterstreichen in ihrer Einrichtung mit Bildern, Möbeln und Dekoration die gemütliche Alltagsatmosphäre. Gemeinsam mit den Bewohnern haben wir bei der Wohnungsgestaltung dazu beigetragen,

  • dass die Nutzer ihre sozialen Kontakte erhalten und ggf. verbessern können,

  • dass die Nutzer in einer aktiven und selbstbestimmten Lebensführung unterstützt werden,

  • dass die Nutzer ihr körperliches und psychisches Wohlbefinden erhalten und ggf. verbessern,

  • dass die Nutzer eine angemessene Balance zwischen Privatbereich und Gemeinschaft finden,

  • dass die Nutzer bis zum Tod in der Wohnung bleiben können,

  • dass die Nutzer auch bei Einschränkungen am Gemeinschaftsleben teilnehmen können.
    Wir streben eine möglichst barrierefreie Gestaltung des Wohnraums und seiner Zugänge an.

Versorgungsqualität



Befähigen-Begleiten-Betreuen

Das Leben in einer selbstbestimmten Wohngemeinschaft ist gekennzeichnet von einer hohen Betreuungsqualität, die sich an den Bedürfnissen des Einzelnen orientiert. Der Tagesablauf wird so individuell wie möglich gestaltet.

  • In unseren Wohngemeinschaften leben jeweils acht Nutzerinnen und Nutzer. Jede WG wird tagsüber von zwei Mitarbeitern begleitet, in der Nacht von einem. An einigen Tagen kommt eine Alltagsbegleiterin hinzu, die mit den Nutzerinnen und Nutzern Ausflüge macht, Eis essen oder spazieren geht.

  • Die Tagesabläufe orientieren sich an den Gewohnheiten und dem Lebensrhythmus der Nutzer. Ziel ist die maximale Beteiligung der Nutzer an alltäglichen Verrichtungen z. B. Kochen, Waschen, Bügeln, Einkaufen.

  • Im Vordergrund steht dabei die Erweiterung von Kompetenzen und der Erhalt von Fähigkeiten sowie die Gewährleistung von Mobilität und Orientierung.

  • Wir unterstützen aktiv persönlichkeitsstabilisierende Rituale (Kleidung, Umgangsformen, Ess- und Trinkgewohnheiten, Körperpflege, Kosmetik).

  • Wir pflegen eine enge Kooperation mit Haus- und Fachärzten unter Einbeziehung von therapeutischen Berufen und anderen Partnern

  • Unsere Mitarbeiter verfügen über ein Repertoire an „unterhaltenden“, aktivitäts- und mobilitätsfördernden Maßnahmen.

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